Ausflüge an der Costa Rei, Sardinien

Es gibt viel zu entdecken an Sardiniens Süd-Ostküste

Die Costa Rei auf Sardinien ist zum einen sicher ein sehr beliebtes Ziel für alle Strandurlauber, ist sie doch eine der schönsten Küsten überhaupt.
Es gibt allerdings auch einiges zu sehen hier und viele Ausflugsziele bieten sich an.

So kann man zum Beispiel hervorragende Ausflüge auf dem Rücken eines Pferdes unternehmen.
Pferde spielen auf Sardinien immer noch eine große Rolle und so ist das Angebot sehr groß.
Und was gibt es Schöneres als am frühen Morgen in die aufgehende Sonne zu reiten und ganz nebenbei einige der sehenswerten Stätten entlang der Costa Rei zu besuchen.

Ein weiteres interessantes Ausflugsziel ist das Naturreservat Capo Ferrato und die Lagunenseen Feraxi und Colostrai. Hier können Sie eine Vielzahl von Fisch- und Vogelarten beobachten.
Überhaupt sind die Binnenseen in den Feuchtgebieten von Cagliari und Oristano lohnende Ausflugsorte. Wenn Sie Geduld haben, dann können Sie unter anderem den Rotschenkel – einen recht großen Vogel mit langen Beinen und roten Füßen – oder auch die Tauchente in freier Wildbahn sehen. Es ist schon putzig anzusehen, wenn die Tauchente ihre Jungen auf dem Rücken über das Wasser bringt.
Viele Vögel machen auf ihrem Weg ins Winterquartier nach Afrika hier halt. Dazu gehören auch die Kormorane, die in dichten Schwärmen ganz nah über der Wasseroberfläche segeln, um die Fische aufzuscheuchen.
Für Purpurhühner und Flamingos bieten die Lagunenseen ein ideales Winterquartier.

Oder Sie fahren mit der Fähre von Arbatax nach Cala Gonone.
Im ehemaligen Fischerort Cala Gonone erwarten Sie der wunderschöne Strand und geheimnisvolle Grotten.
Die Grotta del Bue Marino kann in einem Teil besichtigt werden. Hier gibt es Stege und das eindringende Sonnenlicht gibt den Stalaktiten und Stalagmiten ein märchenhaftes Farbenspiel. Auch einige Höhlenzeichnungen – etwa tanzende Menschen – können hier noch besichtigt werden.
Außerdem findet in Cala Gonone jedes Jahr im Sommer ein Jazzfestival statt.Die größte Schauhöhle auf Sardinien ist die Grotte Su Marmurti nahe dem Ort Ulassai. Vor allem zur heißen Mittagszeit ist ein Besuch der Grotte die reine Erholung – hier herrschen etwa 8 bis 10° C. Die Grotte bietet mit den großen Sälen und Tropfsteinen bis zu 20 m ein sehr beeindruckendes Bild.

Sehr beeindruckende Naturschauspiele erleben Sie bei einem Ausflug auf die Insel Serpentara, in den Nationalpark Sette Fratelli oder die Naturgebiete Colostrai und Torre Salinas.
Sette Fratelli, die sieben Brüder, sind 7 Berggipfel zwischen Cagliari und Muravera und bieten vor allem für Wanderer ein tolles Ausflugsziel.

Besuchen Sie auch einmal das schöne Städtchen Villasimius. Ursprünglich war es ein Hirtendorf und hat sich mittlerweile zu einem sehenswerten Urlaubsstädtchen entwickelt.
Genießen Sie auch den wundervollen Ausblick vom Turm S. Caterina auf den Golf von Cagliari.

Die Hauptstadt von Sardinien, Cagliari, sollten Sie selbstverständlich nicht vergessen.
Es ist die größte Stadt auf der Insel, hat eine Universität und ist Sitz des Erzbistums.
Vor allem die Altstadt ist sehr beeindruckend. Sie liegt hoch oben auf der Hügelspitze und auch von hier aus kann man den Golf von Cagliari wunderbar überblicken.
Zu den Sehenswürdigkeiten hier gehört unter anderem der Dom aus dem 13. Jahrhundert, das Theater Anfiteatro Romano aus dem 2. Jahrhundert v. Chr., die Basilika Nostra di Bonaria und natürlich die Türme Torre dell'Elefante und Torre di San Pacrazio aus dem 14. Jahrhundert.

Einer Ihrer Ausflüge sollte Sie auch nach Muravera führen. Es ist mit der wichtigste Ort in der Sarrabus und vor allem für den Anbau von Zitrusfrüchten bekannt. Jedes im April findet hier das Zitrusfest Sagra degli agrumi statt.

Auch ein schönes Ziel ist der Is Paras, die schönste Nuraghe der Insel. In diesem insgesamt aus weißem Kalkstein errichteten Gebäude gibt es einen fast 12 m hohen Turm und damit den höchsten Turm der Vorzeit.
Nuraghen sind frühgeschichtliche Turmbauten aus der Bonnanaro-Kultur. Sie wurden auf Sardinien  errichtet in der Zeit zwischen 1800 und 1500 v. Chr., und zwar als Burgen, Grabbauten und manchmal auch als Kultstätten.

Ganz in der Nähe von Is Paras finden Sie eines der Brunnenheiligtümer von Sardinien. Diese Wasserkultstätten, es waren einmal 50, wurden wegen des Wassermangels angelegt und immer an Brunnen oder Quellen. In ihrem Vorraum fanden die heiligen oder kultischen Handlungen statt. Weiter ging es dann über ein paar Stufen zu einem tieferen Rundbau. Hier konnte man dann das Wasser schöpfen.

Ein sehr anspruchsvoller Wanderausflug ist die Berg-Tal-Wanderung Su Gorroppu, eine der tiefsten Schluchten in Europa.
Der Wanderweg beginnt an einem Madonnenaltar und wirklich nur für erfahrene Wanderer zu empfehlen. Aber es lohnt sich – die Aussichten sind immer wieder atemberaubend und mit etwas Glück werden Sie auch eines der seltenen Mufflonschafe sehen können. Über die Schlucht gleiten Steinadler, Turmfalken und Sperber.

Entlang der Costa Rei und im näheren Umfeld können Sie also einiges entdecken. Ihr Urlaub hier wird mit Sicherheit nie langweilig werden.